Kontaktlinsen

Gleitsichtkontaktlinsen

Gleitsichtkontaktlinsen

Multifokal- oder Gleitsichtkontaktlinsen sind die kleinen Wunder unter den Kunstlinsen: Stufenlos scharfes Sehen auf allen Entfernungen ist endlich möglich!

Gleitsichtkontaktlinsen – auch Multifokallinsen genannt – unterscheiden sich von herkömmlichen Kontaktlinsen dadurch, dass Sie mehrere Stärkenbereiche in einer Linse vereinen. Die verschiedenen Sehzonen sind bei konzentrischen Multifokallinsen ringförmig angeordnet und erlauben bei einer kombinierten Fehlsichtigkeit sowohl in der Ferne als auch in der Nähe stufenlos scharfes Sehen. Gleitsichtkontaktlinsen kommen auch bei Alterssichtigkeit (Presbyopie) zum Einsatz, die bei vielen Menschen etwa ab dem 40. Lebensjahr einsetzt. Als Alterssichtigkeit oder Altersweitsichtigkeit bezeichnet man den Verlust der Fähigkeit des Auges zur Nahanpassung. Mit Hilfe von Gleitsichtkontaktlinsen kann diese altersbedingte Fehlsichtigkeit sehr gut ausgeglichen werden.

Gleitsicht- oder Multifokalkontaktlinsen stellen den derzeitigen Höhepunkt der Kontaktlinsen Technik dar: Ihre spezielle Verarbeitung passt sich genau dem Sehverhalten des Auges an und sorgt dafür, dass das Bild, das Ihr Gehirn erreicht, zugleich in der Nähe und in der Ferne scharf ist. Wie beim normalen, natürlichen Sehprozess auch entscheidet nun das Gehirn, welches der beiden Bilder es nutzt (visuelle Selektion). Das andere Bild wird unterdrückt. Gleitsichtkontaktlinsen ermöglichen so ein grenzenlos scharfes Sehen, wie es der natürlichen Funktionsweise des Auges entspricht.

Technische Glanzleistung: So funktionieren Gleitsichtkontaktlinsen

Die Bezeichnung multifokale Kontaktlinse ist der Tatsache geschuldet, dass Gleitsichtkontaktlinsen mehrere Brennpunkte aufweisen: Insgesamt gibt es auf Gleitsichtkontaktlinsen fünf unterschiedliche Zonen für das Sehen in allen Entfernungen. In der Mitte der Multifokallinse befindet sich der Fernteil. Die folgenden vier Ringe sind immer im Wechsel Nah- und Fernbereiche, wobei die Fernbereiche 3 und 5 lediglich zur Unterstützung der Mitte bei schlechten Sichtverhältnissen dienen. Diese verschiedenen Sehbereiche mit ihren unterschiedlichen Brecheigenschaften sorgen dafür, dass das einfallende Licht auf mehrere Brennpunkte gleichzeitig verteilt wird und der Kontaktlinsenträger keine Beeinträchtigungen mehr wahrnimmt.

Gleitsichtbrillen funktionieren ähnlich: Die Gleitsichtgläser sind in drei stufenlose Sehzonen aufgeteilt. Da die Gleitsichtbrille aber starr vor dem Auge sitzt, können Brillenträger nur durch die Änderung der Blickrichtung beeinflussen, welche Stärke momentan genutzt wird. Bei Gleitsichtkontaktlinsen ist das anders. Sie sitzen direkt auf dem Auge und bewegen sich mit dem Auge mit. So ändert eine Veränderung der Blickrichtung nichts an der jeweiligen Sehzone. Den Unterschied merken Sie sofort, wenn Sie von Gleitsichtbrillen auf Gleitsichtkontaktlinsen umsteigen. Plötzlich ist es kein Problem mehr, am Arbeitsplatz vom Bildschirm auf die Tastatur zu schauen und auch beim Buch- oder Zeitunglesen spüren Sie sofort die Erleichterung, den Kopf nicht mehr in einem unnatürlichen Winkel halten zu müssen.

Die dauerhafte Lösung: intraokulare Multifokallinsen

Gleitsicht- oder Multifokallinsen sind sowohl als herkömmliche Austauschkontaktlinsen zu verwenden als auch als intraokulare Multifokallinsen. Dabei werden in einem minimal invasiven operativen Eingriff die körpereigenen Linsen gegen multifokale Kunstlinsen ausgetauscht. Die Operation erfolgt ambulant, wobei beide Augen im Abstand von ein bis zwei Tagen operiert werden. Die Betäubung erfolgt mittels Augentropfen. Anschließend werden der Rand der Hornhaut und die Linsenkapsel geöffnet. Mit Hilfe einer Flüssigkeit wird der Linsenkern von der Linsenkapsel gelöst (Hydrodissektion) und die körpereigene Augenlinse entfernt. Die gefaltete Kunstlinse wird nun mit einem speziellen Instrument ins Auge eingesetzt, in Position gebracht und anschließend werden die Linsenbügel hinter die Regenbogenhaut geschoben. Zum Schluss wird die Naht verschlossen. Schon am Tag nach der Operation können Sie ein gutes Sehvermögen erwarten. 8 bis 12 Wochen nach dem Eingriff ist dann der endgültige, stabile Zustand erreicht. Weitere Informationen über die Implantation von Multifokallinsen erhalten Sie bei Ihrem Augenarzt.

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